40/40 - Cabernet Sauvignon

Ich heiße Lucas Pfister, bin Agronom, Önologe und Winzer.

Meine erste Ernte war 2009 in Mendoza, in der Bodega La Celia. In diesem Jahr studierte ich für ein master in Winzerei und Ökologie in Montpellier, Frankreich und setzte mein Studium weiter in Portugal. In Frankreich war ich in St. Emilion (Bordeaux), dann zog ich nach Margaret River, im Westen Australiens, und bevor ich wieder nach Argentinien fuhr, arbeitete ich 6 Monate im Süden Deutschlands.

Von überall habe ich Erfahrungen und Merkmale mitgenommen und gesammelt.

Anfangs 2013 wurde ich in Ugarteche, Luján de Cuyo, sesshaft, wo meine Familie ein Grundstück hat. Da konnte ich meine Kenntnisse entwickeln. Ich schaffte meine erste Produktion von 40/40: 3000 Flaschen Malbec. 

2014 habe ich in der Bodega CK (Bodegas Krontiras) gearbeitet, wo ich verschiedene Malbec durch eigenartige Produktionsweise erstellt habe. In den nächsten Jahren kamen der Cabernet Sauvignon, der Bonarda und danach auch der Tempranillo. Von dieser Arbeit entstanden 2600 Flaschen Malbec, 750 Flaschen von Cabernet und 450 von einem Blend. Alle Flaschen wurden nummeriert. 

Heutzutage produziere ich Weine von den Grundstücken, die mir am meisten Erfolg brachten,  um so andere Alternativen zu versuchen.

Zu den Reben: Sie befinden sich auf einem Grundstück der Landstraße 40, auf dem früher genannten Km 40. So entstand der Name 40/40. Dieses liegt in der Nähe von Ugarteche, eine Stadt im Bezirk Luján de Cuyo).

Die Malbec Traube wurde vor 14 Jahren angepflanzt und die Pflanzen stammen aus verschiedenen, um Luján de Cuyo liegend ländlichen Anwesen. Die Böden variieren, weil das Anliegen eine Größe von 60 Ha hat. Alle Traubenarten werden als Spalierreben angepflanzt. Der Cabernet Sauvignon hat mich überrascht, weil die am weitesten liegende Rebe nur sehr kleine Trauben hat und kleine Mengen produziert. Diese Eigenschaft stellt die Trauben bloß und sie bekommen weniger Sonne. Das bewirkt eine geringere Pfeffernote im Cabernet, die eigentlich so typisch für diese Traube ist. Dazu zählt auch, daß diese 28 Jahre alte Cabernet Traube durch Überschwemmung begossen wurde. Deswegen muß man nicht so oft gießen und man erhält trotzdem eine hervorragende Traube. In dieser Zeit habe ich auch einen Tempranillo, 70 Jahre alt und quasi vergessen, geschnitten und neue Resultate erprobt.

Meine dauernde Suche ist nach einem Wein, der dieselben Attribute hat, wie die Traube, auf dessen Boden sie wächst. Das bedeutet, daß meine Weine keine Aromen nach Holz oder Sonstiges haben. Das Obst soll im Wein erkannt werden und die Säure hervortreten (da dieses das Wichtigste eines Weines ist). Die Idee ist, daß ein Glas zum anderen führt und das Trinken eine Genugtuung ist, so daß die Flasche nach dem Öffnen zu Ende getrunken wird. Die Weine, die sich im Glas entwickeln, ändern sich während des Rituals des Trinkens.

Ich benutze keine chemischen/technologischen Zutaten, um die Weine zu verändern. Die wichtigste Arbeit wird von den Reben selbst geleistet: Ein hervorragendes primäres Produkt und der perfekte Moment der Lese sind ausschlaggebend. Meine Idee ist eine frühe Lese (im Vergleich zu anderen Lesen in Mendoza) auf der Suche nach frischen und nicht nach reifen Aromen.

Sowohl der Cabernet Sauvignon als auch der Blend wurden in Fässern gelagert, haben dort die malolaktische Fermentierung und bleiben in den Fässern. Der einzige Unterschied bringt der Malbec: Diese Traube wurde in Stahlfässern und dann zum malolaktischen Fermentieren und zur Weiterentwicklung in Fässern gelagert. 

Alle Weine haben 12 Monate Lagerzeit in Fässern. Bezüglich der Information über die Weine möchte ich nur erwähnen, daß jeder seine eigene Schlussfolgerung ziehen soll, denn jeder kann den Wein für sich genießen. Deshalb sind keine Notizen über die Verkostung im Kontraetiquett.

Was ich noch sagen kann: Mit dem Malbec suche ich den Obst hervorzustechen, mit sanften und runden Tanninen. Im Cabernet entblößt sich die Feinheit, mit langem und dauerndem Ende, ein Merkmal seiner Eleganz. Der  Blend ist eine Mischung von drei Trauben, die hier zusammenkommen: Die Eigenschaft des Tempranillo, mit mehr Tannin, des Cabernet Sauvignon mit seiner Frische und des Malbec mit seiner Verlockung.

Zur Zeit arbeite ich an zwei Projekten in Italien: Ein persönliches Vorhaben und als Önologieberater eines 10 Ha großes Weingutes. Dann werde ich nach Mendoza zurückkommen zur Lese und Vorbereitung neuer Projekte.

Extra: Der Name 40/40 entsteht von der Landstraße 40, im Km 40, wo mein Gut ist.

Zufälle führen zu Zufällen. Das Logo ist eine Gemeinsamkeit zwischen dem Klassischen und der Moderne, der Erfahrung und der Zukunft.

40/40-CS
 15,90
 21,20 pro l

Zurück